Nachdem nun lange Zeit die Schlagzeilen rund um das Unternehmen Full Tilt geruht hatten und man den Kauf von Full Tilt durch die Groupe Bernard Tapie (GBT) schon in Trockenen Tüchern wusste, ist es nun umso erstaunlicher, dass erneut überraschende Schlagzeilen über das Unternehmen zu lesen sind.
Gerüchten zu Folge hat die GBT sich aus dem Kauf zurückgezogen und ist von dem geschlossenen Vertrag zurückgetreten. Auch wurde bekannt, dass es bereits einen neuen Käufer gibt, bei dem es sich um PokerStars handeln soll. Diese Neuigkeit schlug bei den Fans des Pokerspiels und den Interessenten ein wie eine Bombe.
Nachdem die Neuigkeiten in der letzten Woche publik gemacht wurden gehen nun die Vermutungen um, dass PokerStars dieses Kauf ausnutzt, um die Schulden des eigenen Verfahrens mit dem Department of Justice (DOJ) zu begleichen. Mit der Übernahme von Full Tilt und damit einhergehend auch der Übernahme der Schulden von Full Tilt würde PokerStars sich vor dem DOJ eventuell rein Waschen können.
Von PokerStars wird erwartet, dass dieser Schritt nur mit dem Hintergedanken eingeleitet wurde, dass das Unternehmen auf dem amerikanischen Markt zurückkehren kann, sollte der Markt reguliert werden. Für die US-Behörden könnte es hierbei Ausschlaggebend sein, dass der Angeklagte Isai Scheinberg nicht mehr der Besitzer des Unternehmens ist und auch keine Funktion mehr im Management ausübt. In diesem Fall würde die Möglichkeit bestehen, dass PokerStars in Zusammenarbeit mit einem anderem Unternehmen im Falle der Regulierung an den amerikanischen Markt zurückkehren könnte.
Durch diese neuen Schlagzeilen und damit verbundenen Gerüchte wird natürlich außerdem vermutet, dass die GBT den Kauf von Full Tilt lediglich aus Marketingzwecken publiziert habe, jedoch nie wirklich vorgehabt hätte, Full Tilt zu übernehmen und zu rehabilitieren. Die Gerüchte werden jedoch von Seiten der GBT zurückgewiesen. Es wird von Seiten der GBT angegeben, dass bereits einige Gelder geflossen seien und die Übernahme komplett durchgeplant gewesen sei, jedoch einige technische Kleinigkeiten dazu führten, dass sich dies verzögerte.
Durch die Entscheidung des DOJ, dass alle Spieler innerhalb von 90 Tagen ausbezahlt werden sollen, musste die GBT das Projekt hinschmeißen, da es finanziell nicht möglich gewesen wäre. Die Pläne des Unternehmens sollten jedoch ernst gewesen sein und man wollte auf lange Sicht alle Spieler ausbezahlen, die durch den Black Friday im letzten Jahr Verluste gemacht hatten.
Stefanie Precht





